Über Reinartz Babyland | Babyfachmarkt seit 1982

Was 1982 mit einem 200 m² großen Geschäft in Germering bei München begann, ist heute Reinartz Babyland in Gräfelfing: ein unabhängiger, familiengeführter Babyfachmarkt mit besonderer Erfahrung bei Kinderwagen, Kindersitzen und Babyausstattung.

Über vier Jahrzehnte haben sich Produkte, Familien und Einkaufsgewohnheiten grundlegend verändert. Vieles, was Reinartz Babyland ausmacht, ist dagegen geblieben: persönliche Beratung, eine sorgfältige Produktauswahl, eine eigene Kinderwagenwerkstatt und die Überzeugung, dass manche Dinge ausprobiert werden müssen, bevor man sie kauft.

1982: Angefangen hat alles in Germering

Martha und Harry Reinartz gründeten 1982 in Germering bei München das Fachgeschäft „Babyausstattung und Kindermoden Reinartz“.

Auf rund 200 m² Verkaufsfläche gab es Babyausstattung und Kindermode auf mehreren Ebenen: im Erdgeschoss, auf einer Empore und sogar im zum Verkaufsraum umgebauten Keller.

Schon damals gehörte eine gut besuchte Kinderwagenwerkstatt zum Geschäft. Eltern aus Germering, München und dem Münchner Westen kamen wegen der großen Auswahl, der persönlichen Beratung und attraktiver Preise zu Reinartz.

Das Geschäft wächst – und irgendwann wird der Platz knapp

Nach einigen Jahren reichte die ursprüngliche Fläche nicht mehr aus. Nur etwa 50 Meter entfernt wurde eine weitere Verkaufsfläche angemietet. Dort eröffnete Kindermoden Reinartz mit Mode ab Größe 86.

Auch hinter den Kulissen wurde es eng. Die Ware war inzwischen auf vier Außenlager verteilt. Ein Kleinbus pendelte mehrmals täglich zwischen den Lagern und den Verkaufsflächen, um verkaufte Artikel nachzufüllen oder Kundenwünsche zu erfüllen.

Es war offensichtlich: Reinartz brauchte mehr Platz.

1993: Aus Reinartz wird Reinartz Babyland

1993 erfolgte der Umzug nach Gräfelfing bei München. Am neuen Standort standen rund 1.600 m² Verkaufs-, Lager- und Bürofläche zur Verfügung.

Mit dem neuen Standort sollte auch der Auftritt moderner werden. Der ursprüngliche Firmenname „Babyausstattung und Kindermoden Reinartz“ war lang, das damalige Firmenlogo mit seinem Storch gehörte zur vorherigen Generation des Geschäfts.

Hinter den Familiennamen wurde deshalb ein neuer Begriff gesetzt: Babyland.

Der Name sollte ganz bewusst vermitteln, dass hier mehr als ein kleines Babygeschäft auf die Kunden wartete. In einer Zeit lange vor Google, in der Branchenbücher wie die Gelben Seiten und Das Örtliche wichtige Orientierungshilfen waren, sollte schon der Name die Größe und Auswahl des Geschäfts deutlich machen.

Reinartz Babyland war geboren.


Die zweite Generation übernimmt Verantwortung

Eric Reinartz arbeitet seit Mitte der 1980er-Jahre im Familienunternehmen und beschäftigt sich seit dieser Zeit intensiv mit Produktauswahl und Kundenberatung.

2003 wurden Eric Reinartz und seine Schwester Elke Schmid gemeinsam in die Geschäftsführung berufen. Damit ging die Verantwortung für das von Martha und Harry Reinartz gegründete Unternehmen schrittweise auf die zweite Generation über.

2016: Ein Stück Münchner Babyfachhandelsgeschichte kommt hinzu

2016 ergab sich eine besondere Gelegenheit. Von einem langjährigen Geschäftsfreund übernahm die Familie mit Baby Ansorge das älteste Babyausstattungsgeschäft Münchens.

Das kleine Innenstadtgeschäft wurde vollständig entkernt und neu aufgebaut. So entstand ein modernes Fachgeschäft, das die Tradition des bekannten Münchner Namens fortführte.

2018 wurde Baby Ansorge aus Reinartz Babyland herausgelöst. Seitdem wird das Geschäft eigenständig von Elke Schmid weitergeführt.

Unabhängig beraten – damals wie heute

Reinartz Babyland ist kein Franchiseunternehmen, keine Filiale einer Handelskette und gehört keinem Investor. Das Unternehmen befindet sich in Familienhand.

Diese Unabhängigkeit ist uns bei der Beratung wichtig. Ein Produkt soll empfohlen werden, weil es zur Familie, zum Kind und zum jeweiligen Einsatzzweck passt – nicht weil eine Zentrale vorgibt, welches Produkt verkauft werden muss.

Auch unser Sortiment entsteht nicht ausschließlich am Schreibtisch. Erfahrungen aus der Beratung, Rückmeldungen unserer Kunden und Erkenntnisse aus unserer Werkstatt fließen in die Auswahl ein.

Gerade bei Kinderwagen und Kindersitzen gilt es, Entwicklungen früh zu erkennen und interessante neue Produkte zu finden. Gleichzeitig gehört zu einer verantwortungsvollen Sortimentspolitik auch die Entscheidung, Produkte wieder auszulisten. Gründe dafür können beispielsweise Qualitätsprobleme, Umweltaspekte, Produktionsbedingungen oder Fragen des Tierwohls sein.

Insbesondere das Hartwarensortiment trägt heute die Handschrift von Eric Reinartz.

Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken

Unabhängigkeit bedeutet für uns nicht, alles alleine machen zu müssen. Bereits kurz nach der Gründung trat Reinartz der ARDEK – Arbeitsgemeinschaft der Kinderausstatter bei. Der Einkaufsverband vereinfachte den gemeinsamen Einkauf, betrieb ein großes Warenlager und veranstaltete wichtige Branchenmessen.

Später fusionierte die ARDEK mit der IGEKA, der Interessengemeinschaft der Kinderausstatter. Diese ging wiederum in der heutigen EK Retail hervor. Damit steht uns bis heute ein starker Partner aus dem mittelständischen Einzelhandel zur Seite.

Genauso wichtig ist für uns der Austausch innerhalb der Branche. Wir pflegen gute Kontakte zu anderen Babyfachgeschäften und Babymärkten – nicht nur in München und Bayern, sondern in ganz Deutschland.

Unsere Kinderwagenwerkstatt gibt es seit über 40 Jahren

Reparieren statt nur verkaufen gehört seit der Gründung zu Reinartz. Schon im ersten Geschäft in Germering war die Kinderwagenwerkstatt gut besucht.

Mehr als 40 Jahre später ist der technische Service noch immer ein wichtiger Bestandteil von Reinartz Babyland. Die Erfahrung aus Reparaturen hilft dabei nicht nur unseren Kunden, sondern beeinflusst auch unsere Produktauswahl.

Denn manche konstruktiven Unterschiede eines Kinderwagens zeigen sich nicht beim ersten Probeschieben auf einer glatten Verkaufsfläche. Man erkennt sie erst nach Monaten oder Jahren intensiver Nutzung – oder wenn ein Wagen auf der Werkbank steht.

2003: Unser erster Onlineshop

Auch der Onlinehandel ist für Reinartz kein neues Thema. Bereits 2003 ging der erste Onlineshop an den Start.

An den ersten online verkauften Artikel erinnern wir uns sogar noch: Es war ein Bugaboo Sonnenschirm.

Weitere Onlineshops folgten. Unter anderem war my-Babyshop.de zunächst sehr erfolgreich. 2015 entschieden wir uns jedoch aus wirtschaftlichen Gründen, den damaligen Onlineshop einzustellen.

Dass das nicht das Ende des Onlinehandels bei Reinartz sein würde, konnten wir damals nicht wissen.

2021: Innerhalb von 24 Stunden zurück im Onlinehandel

Mit der Corona-Pandemie und der behördlich angeordneten Schließung des Einzelhandels änderte sich die Situation schlagartig.

Nur 24 Stunden nach der Schließung ging unser neuer Onlineshop online.

Der Zeitpunkt hätte kaum außergewöhnlicher sein können. Familien suchten nach Möglichkeiten, mit ihren Kindern draußen unterwegs zu sein. Besonders Fahrradanhänger von Thule und Kinderfahrzeuge von Puky waren zeitweise so stark gefragt, dass wir mehrmals pro Woche nachbestellen mussten.

Der Onlineshop ist geblieben. Trotzdem verstehen wir ihn bis heute als Ergänzung zum stationären Fachgeschäft – nicht als Ersatz dafür.

Fachberatung findet heute auch auf Social Media statt

2011 begann Reinartz mit Facebook. Später kam Instagram hinzu, heute veröffentlichen wir auch regelmäßig Inhalte auf TikTok.

Eric Reinartz nutzt die Social-Media-Kanäle insbesondere dafür, Wissen aus der täglichen Beratung weiterzugeben. Themen sind beispielsweise Kinderwagenvergleiche, Kindersitzeinbau, Reboarder, Zubehör, Materialkunde und praktische Lifehacks für Eltern.

Dazu kommen ganz alltägliche Fragen aus über 40 Jahren Beratungspraxis – etwa, wie Autofahrten mit einem unzufriedenen Baby für Kind und Eltern angenehmer werden können.

Inzwischen folgen insgesamt mehr als 25.000 Menschen den Inhalten auf unseren Social-Media-Kanälen.

Ein Team, das Reinartz seit Jahrzehnten kennt

Heute arbeiten 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Reinartz Babyland. Eine Zahl sagt dabei allerdings wenig über unser Team aus.

Viele unserer Mitarbeiter sind seit mehr als 20 Jahren bei uns. Einige Kolleginnen und Kollegen haben einen großen Teil ihres Berufslebens bei Reinartz verbracht und sind schließlich bei uns in den Ruhestand gegangen.

Diese Kontinuität ist gerade in einem beratungsintensiven Fachgeschäft von besonderem Wert. Erfahrung entsteht nicht durch das Auswendiglernen von Produktdaten, sondern durch viele Jahre Beratung und den Umgang mit immer neuen Familien, Produkten und Fragestellungen.

Warum wir auch nach über 40 Jahren an das Fachgeschäft glauben

Die Art, wie Menschen einkaufen und Informationen suchen, hat sich seit 1982 grundlegend verändert. Wir betreiben selbst einen Onlineshop, informieren über Social Media und wissen, dass Eltern heute selbstverständlich Suchmaschinen und KI nutzen, bevor sie ein Geschäft besuchen.

Trotzdem erleben wir regelmäßig etwas, das sich digital kaum ersetzen lässt.

„Meine Mutter hat vor vielen Jahren meinen Kinderwagen bei euch gekauft. Jetzt möchte ich hier einen Kinderwagen für mein eigenes Baby aussuchen.“

Solche Sätze hören wir inzwischen immer häufiger.

Und auch werdende Großeltern erzählen uns, wie wichtig ihnen damals eine gute Beratung war – und dass sie froh sind, dass ihre Kinder diese Möglichkeit heute noch haben.

Denn so hilfreich Onlineshops, Videos, Bewertungen und künstliche Intelligenz sein können: Einen Kinderwagen selbst zu schieben, einen Kindersitz im eigenen Auto auszuprobieren und mit einem erfahrenen Menschen über die eigenen Anforderungen zu sprechen, lässt sich nicht vollständig digitalisieren.

Manche Dinge muss man einfach in echt erleben.

Reinartz Babyland heute

Reinartz Babyland ist heute ein unabhängiger Babyfachmarkt in Gräfelfing bei München mit Schwerpunkten auf Kinderwagen, Kindersitzen, Reboardern, Babytragen und weiterer Babyausstattung.

Zum Fachgeschäft gehören eine große Ausstellung, Möglichkeiten zum praktischen Ausprobieren, Kindersitz-Probeeinbauten im eigenen Fahrzeug und eine eigene Kinderwagenwerkstatt.

Hinter all dem steht noch immer dasselbe Familienunternehmen, das Martha und Harry Reinartz 1982 auf 200 m² in Germering gegründet haben.

Vieles ist größer geworden. Der Anspruch an persönliche Beratung ist geblieben.